Wissenswertes

Wissenswertes – Tipps und Tricks zur textilen Pflege

An dieser Stelle möchten wir Ihnen Wissenswertes sowie Tipps zum Waschen und Reinigen mit auf den Weg geben. Für eine individuelle Fleckberatung besuchen Sie uns gerne in Mannheim City.

  •  Motten schätzen insbesondere die dunkle Abgeschiedenheit von Kleiderschränken oder Kartons. Wenn sich auf der dort gelagerten Kleidung auch noch Hautschüppchen, Schweißreste oder Schmutzpartikel befinden, steht dem großen Fressen zumindest bei feinen Wollstoffen kaum etwas im Wege. Denken Sie daher daran, nur frisch gepflegte Kleidung für länger Zeit aufzubewahren.

 

  • „Ein Befall von Textilien mit Kleidermotten kommt vergleichsweise häufig vor.[…] Die Larven der Kleidermotte benötigen das in Tierhaaren enthaltene Protein Kreatin. Pflanzliche und synthetische Textilfasern können die Tiere im Entwicklungsstadium der Raupen ebenfalls fressen. Getragene Textilien, die mit Schweiß oder Speiseresten verunreinigt sind befallen Motten bevorzugt. Auch saubere Wolle, die in ungestörten und dunklen Bereichen gelagert wird, ist ein gefundenes Fressen. Der Befall wird oft erst entdeckt, wenn sich Frasslöcher in Textilien zeigen. Diese sind meist relativ klein und unregelmäßig. Um Mottenbefall vorzubeugen sollten getragene Textilien nur gereinigt oder gewaschen aufbewahrt werden.“ (Meinrad Himmelsbach, Schadensfälle in der Textilreinigung, 1. Auflage 2015, Holzmann.Medien)

 

  •  Das Berufsbild der Büglerin erforderte früher eine Ausbildungszeit von 3 Jahren,  um eine Gesellenprüfung ablegen zu können.

 

  • Der Beruf des heutigen Textilreinigers mit einer Ausbildungszeit von 3 Jahren entstand aus den ursprünglichen Berufen des Wäschers und Plätters sowie des Färbers und chem. Reinigers.

 

  • Der Hinweis, dass Wachsflecken mittels Löschpapier und Bügeleisen zu entfernen sind, hält sich immer noch hartnäckig. Früher waren Kerzen üblicherweise weiss und damit ohne Farbpigmente hergestellt. Bei weissen Kerzen funktioniert die Methode in Abhängigkeit vom vorliegenden Stoff immer noch leidlich, da nach Entfernen des Wachses keine Farbrückstände verbleiben. Bei den heute meist farbigen Kerzen bleiben nach der Wachsentfernung die farbigen Pigmente zurück, die zudem durch die Temperatur des Bügeleisens fixiert werden, so dass auch der Fachbetrieb hier nicht mehr helfen kann. Besser bei Wachsflecken das Textil unbehandelt in die Reinigung des Vertrauens geben. Dort kann das Wachs egal welcher Farbe problemlos entfernt werden.

 

  • Durch Fleckentfernungsversuche mittels Reiben können Seidenkrawatten irreparabel geschädigt werden. Die meisten Krawatten werden heute aus Seidenstoffen gefertigt. Diese sind gegenüber Mechanik sehr empfindlich, so dass die meist automatische Schnellreaktion bei einem gerade entstandenen Fleck mittels Reiben eine Entfernung zu versuchen, oftmals zu einer nicht mehr reparablen hellen Stelle führt (Farbablösung). Besser beim nächsten Reinigen den Textilpfleger nach einer Fleckschutzausrüstung für die Krawatte fragen. Damit erhöht sich die Chance, dass ein Fleck erst gar nicht entsteht, weil er nicht mehr in die Faser eindringen kann. Übrigens sollten Krawatten nicht platt gebügelt, sondern nur mit Dampf geglättet werden, damit die Kanten rund bleiben.

 

  • Knöpfe halten länger, wenn Sie auf die Fäden in der Knopfmitte beidseitig einen Tropfen farblosen Nagellack oder Sekundenkleber geben. So hält der Knopf zuverlässig.

 

  • Vorhandene Flecken oder nach dem Waschen verbliebene Restverfleckungen sollten durch die Hitze des Bügeleisens nicht fixiert werden, da ansonsten auch eine professionelle Fleckentfernung schwierig bis unmöglich wird.

 

  • Je schneller ein Fleck behandelt wird, desto grösser die Chance, ihn restlos beseitigen zu können. Innerhalb der ersten 24 Stunden lassen sich 90 % entfernen. Nach 1 Woche noch etwa 80 % und nach 3 Wochen nur noch etwas über 50 %. Deshalb sollten Sie bei Flecken immer schnell handeln.

 

  • Denken Sie bei der Hygiene auch an Ihre Waschmaschine. Auch die braucht hin und wieder eine Grundreinigung. Waschmaschinen kommen mit sehr vielen Bakterien in Kontakt. Bei i.d.R. 30°C – 40°C Wäsche werden diese nicht zuverlässig eliminiert. Regelmässig ein Waschgang bei 90°C sorgt hier für klare Verhältnisse durch thermische Desinfektion. Putzlappen und Handtücher können hier mitlaufen. Zwischendurch bietet sich auch ein 60°C Waschgang mit 5 – 10 Esslöffel Zitronensäure an, die auch gegen Kalk wirkt. Verwenden Sie keinen Essig, da die Essigsäure Metall und Dichtungen angreifen können. Natürlich können Sie auch die von den jeweiligen Herstellern empfohlenen Pflegemittel verwenden.

 

  • Nutzen Sie die Kraft der Sonne nicht nur für Photovoltaik, sondern auch zur Entfernung alter vergilbter Flecken bei weissen Textilien. Hängen Sie die entsprechenden Teile im feuchten Zustand direkt in die Sonne und halten Sie die vergilbten Stellen feucht bis die Vergilbung verschwunden ist.

 

  • In der Textilreinigungsmaschine sorgen moderne computergestützte Messgeräte dafür, dass die Reinigungsmaschinen nicht eher geöffnet werden können bis der vorgeschriebene Messwert zuverlässig erreicht ist.

 

  • Ihre Kleidungsstücke durchlaufen von der Abgabe bis zur Ausgabe in einer guten Textilreinigung 10 teilweise sehr aufwendige Arbeitsgänge.

 

  • Die Pflege im Lösemittelbad der Textilreinigung ist so faserschonend, dass sogar Papiertaschentücher vollständig erhalten bleiben, im Gegensatz zum Waschvorgang in der Waschmaschine. Regelmäßig gereinigte Hosen halten doppelt so lange wie gleich häufig gewaschene Hosen.

 

  • Die ältesten bekannten Seifenrezepturen wurden bereits vor 4500 Jahren auf sumerischen Tontafeln festgehalten, die im Gebiet von Euphrat und Tigris gefunden wurden.
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